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Reiseliteratur: Empfohlene Reiseliteratur für das südliche Afrika

Der lange Weg zur Freiheit | Morenga | Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste | Schattenjäger | Die Erstgeborenen | Die rote Antilope | Die Wassermusik | World's End | Schande | Eiserne Zeit | Leben und Zeit des Michael K. | Südafrika | Südafrika | Jumbo Guide Südafrika | APA Guide Südafrika | Das Weissbuch Afrikas | Verheissene Erde

 Der lange Weg zur Freiheit

Autor: Nelson Mandela Verlag: Fischer

Inhalt/Beschreibung:

  • Als Biographie sehr lesenswert, 4. Februar 2000
  • Nachdem ich sehr gerne Biographien lese trifft man schon auf die Eine oder Andere die sich die Autoren, wenn nicht sogar die Hauptperson selber besser erspart hätte. Bei diesem Werk jedoch wurde Nelson Mandela sehr gut beraten sie zu schreiben. Die Geschichte die erzählt wird ist sehr interessant, da sie von Nelson Mandela als Person, vom Umbruch der Einstellungen in diesem Jahrhundert und der Liebe zu Südafrika erzählt. Er erzählt nicht nur nette Annekdoten sondern auch bedrückende Geschehnisse, die sich der normale Durschnittsleser kaum vorstellen kann. Etliche kulturelle und politische Zusammenhänge werden klarer, für den Leser dem die Geschichte Südafrikas am Herzen liegt. Auch gewinnt man den Eindruck, die politischen Geschehnisse werden objektiv erzählt und es sollen "keine Abrechnung mit dem weißen Mann" sein.

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 Morenga

Autor: Uwe Timm Verlag: DTV

Inhalt/Beschreibung:

  • Ein spannender sehr informativer historischer Roman., 14. Juli 1999
  • In seinem Roman Morenga beschäftigt sich Uwe Timm mit der Geschichte der deutschen Kolonisation in Südwestafrika, dem heutigen Namibia. Die Handlung baut sich auf um den jungen Veterinärmediziener Gottschalk, der sich 1904 freiwillig meldet, um in Südwestafrika bei der Niederschlagung eines Aufstandes der schwarzen Bevölkerung mitzuhelfen. Gottschalk steht hier für den naiven neugierigen Reisenden, der natürlich keine Ahnung von dem hatte, was ihn im Krieg erwartete. Er beginnt eine beinahe Freundschaft mit dem jungen Wenstrup, einem Anarchisten, wie sich im Laufe der Handlung immer deutlicher zeigt. Wenstrup läuft schließlich über auf die Seite der aufständischen Hereros und hinterläßt Gottschalk nur eine kleine Broschüre von Kropotkin (Gegenseitige Hilfe in der Entwicklung). Diese wird nach und nach zu Gottschalks Bibel. Und während sich die Offiziere und Kameraden Gottschalks mit Alkohol und Stumpfsinn die Zeit vertreiben, beginnt dieser die Sprache der Unterjochten zu erlernen und in seinem Büchlein zu lesen. Allerdings träumt er von einer kleinen Farm, die er mit seiner Familie bewohnen will und reibt sich beim Träumen an Kropotkins und Wenstrups Ansichten über Eigentum und Freiheit. Mit sehr feiner ironischer Feder und durchsetzt von haarsträubenden Fakten zeichnet Timm ein spannendes und sehr genaues Bild der deutschen Kolonialherrschaft. Immer wieder werden Gesetzesblätter und Gefechtsberichte zitiert, ohne allerdings die Spannung der Handlung zu zerstören. Das gelingt vorwiegend durch die sorgfältige Auswahl des Datenmaterials und die dahinter erahnbare intensive Recherche des Autors. Die Lektüre des Romans verschafft schließlich auch Verständnis für die weitere Entwicklung in Deutschland, die sich damit nicht mehr zufällig in einem Faschismus entlädt. Konzentrationslager, Rassismus und Menschenverachtung sind nicht erst nach 1933 mit Deutschland verknüpft. Morenga ist ein Muß für jeden, der sich intensiver mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen will, bzw. an der Geschichte des heutigen Naminia interessiert ist

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 Wenn es Krieg gibt gehen wir in die Wüste

Autor: Henno Martin Verlag: Two Books

Inhalt/Beschreibung:

  • DIE Reisevorbereitung für Namibia, 7. Dezember 2001
  • Einige Monate, bevor ich im Sommer 2000 ein Praktikum an einem Windhoeker
  • Es macht vor Ort einsichtig für die Nöte der Farmer, aber auch für ihre trotzige
  • Henno Martins unaufdringliche, aber detailversessene, fast wissenschaftliche Schilderung des Namib-Exils, seine Ausführungen über Psyche, Gesundheit und Emotionen beider Flüchtlinge in dieser Zeit ist nicht allein auf dem heimischen Sofa fesselnd, sondern öffnet dem empfindsamen Leser auch den Blick für die Härte dieses Landes und seiner Menschen.
  • Der Reiz der Kargheit, das Wüstenerlebnis als Begegnung mit den eigenen Grenzen wird hier verständlich gemacht; während der Reise gehen dann manche Passagen wieder "in einem auf", gehen wieder durch den Kopf, nicht selten begleitet von einem stillen "aha!".
  • So wie eine Tour durch Namibia braucht die Lektüre dieses Buches Zeit und Muße - bei aller Episodenhaftigkeit kein Bändchen für die nette Geschichte zwischendurch. Dazu ist der Stil doch zu sehr wissenschaftlich genau; kaum ein Detail rund um die Strapazen des Exils schein nicht erwähnenwert, aber das macht dieses Buch so ehrlich. Man leidet bei jedem Rückschlag mit und freut sich über jede glückliche Fügung.
  • Schade zwar, daß die Rolle der schwarzen Bevölkerung kaum oder garnicht beleuchtet wird - das liegt bei diesem Bericht aber auch in der Natur der Sache.
  • Ich kann "Wenn es Krieg gibt..." jedem empfehlen, der einen Teil der Psyche Namibias verstehen lernen will, darüber hinaus jedem Naturliebhaber und Jäger (die Jagdberichte sind einfach spannend). Für den Liebhaber von Abenteuererzählungen dann aber wohl doch zu trocken.
  • Mir hat dieser Bericht einen ungeheuren Respekt eingeflößt; vor den Flüchtlingen, aber auch, was für Besucher lebensrettend sein kann, vor der Namib.

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 Schattenjäger

Autor: Giselher W. Hoffmann Verlag: Scherz

Inhalt/Beschreibung:

  • Ein mitreißendes Afrika-Abenteuer!, 23. Juli 2003
  • Wer einmal einen Roman von Giselher W. Hoffmann gelesen hat, weiß, dass kein gegenwärtiger Autor so authentisch über Afrika schreibt wie er. Wie schon "Die Erstgeborenen" habe ich "Schattenjäger" mit Begeisterung gelesen. Eine kurzweilige, interessante und gefühlvolle Geschichte, ein kraftvoller Stil und Figuren, die einen ans Herz wachsen. In ein mitreißendes Abenteuer verpackt, erfährt man viel über den faszinierenden Vielvölkerstaat Namibia, seine einzigartige Landschaft und seine wechselvolle Geschichte, die eng mit der deutschen Kolonialzeit verbunden ist.
  • Am Grenzfluss zwischen Namibia und Angola, dem Kunene, begegnet der junge Häuptlingssohn Kondjoura vom Nomadenvolk der Himba dem Mädchen Tjizire. Sie bringt sein Herz "zum Singen" und er beschließt, sie als seine Frau "an sein Feuer" zu holen. Doch Tjizires Vater verehrt längst den Götzen der neuen Zeit: das Geld. Er will von Kondjoura nicht, wie es die Tradition vorschreibt, zwanzig Rinder, sondern "Papierrinder" als Brautpreis für seine Tochter sehen. So verlässt Kondjoura auf der Suche nach "Papierrindern" seine vertraute Welt. Er begegnet dem Naturschutzbeauftragten Patrick Hillmann, der sein Leben einschneidend verändert.
  • Patrick ist von seinem Vater Arthur unfreiwillig in die Armee gesteckt und in die Wildnis geschickt worden, weil er seine Freundin Sarah, die ein Kind von ihm erwartet, um keinen Preis heiraten soll. Arthur ist ein reicher und skrupelloser Bauunternehmer in der namibischen Hauptstadt Windhuk, der seine Aufträge durch Bestechung von der Armee erhält. In die kriminellen Machenschaften verwickelt ist Louis Engelbrecht, Sarahs Vater.
  • Die Liebe zwischen Patrick und Sarah ist ebenso in Gefahr wie die Liebe zwischen Kondjoura und Tjizire.
  • Der Roman überzeugt durch dramatische Spannung um kriminelle Machenschaften und politische Fehden, und ist gleichzeitig eine wunderschöne Liebesgeschichte. Sehr empfehlenswert!

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 Die Erstgeborenen

Autor: Giselher W. Hoffmann Verlag: Unionsverlag

Inhalt/Beschreibung:

  • Kennen Sie Laurens' van der Post' Bücher über Buschmänner?, 6. Oktober 2003
  • Nein? Dann sollten Sie sie lesen, wenn dieses Volk Sie interessiert.
  • Ja? Dann finden Sie in "Die Erstgeborenen" eine Fortsetzung, allerdings nicht im idealisierten Sinn, sondern so, wie es die Zeit gebracht hat. Untergang eines alten Volkes oder Wandel, um mit der neuen Zeit mitzuhalten? Wie die Wirklichkeit so ist, gibt es darauf nicht nur eine Antwort. Das Buch beschreibt mindestens zwei.
  • Bemerkenswert ist die Erzählweise. In einem guten Roman fühlt man sich mitten in der Geschichte drin. In einem besseren lernt man auch etwas dazu, was man in der Wirklichkeit brauchen kann, z.B. zum Verständnis des Volkes für den Fall, dass man es besuchen möchte. Ich durfte diesen Sommer einen Blick auf einen nördlich der Gwi lebenden Stamm der Buschleute werfen und fühlte mich verstanden und verstehend.
  • Dass ein so erfahrener Autor vielschichtig schreibt, ist weniger verwunderlich. Dass man die Stränge aber klar verfolgen kann und sich von den Perspektivenwechseln nicht gestört sondern animiert fühlt, mehr erfahren zu wollen, spricht für besondere Qualität.
  • Trauen Sie dem Gefühl, dass auch das wahr ist, was Sie zwischen den Zeilen lesen und lassen Sie sich in die sehr vielschichtige und für uns fremde Welt Namibias einführen, Namibia, wie man es heute erleben kann.

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 Die rote Antilope

Autor: Henning Mankell Verlag: DTV

Inhalt/Beschreibung:

  • Heimweh nach Afrika, 14. Oktober 2002
  • Henning Mankell erzählt in seinem Roman „Die rote Antilope" die Geschichte eines kleinen schwarzen Jungen, der Ende des 19. Jahrhunderts von einem, der auf der Suche nach dem Sinn seiner eigenen Existenz ist, aus seiner afrikanischen Heimat mit nach Schweden genommen wird. Dies geschieht zwar durchaus auch aus wohlwollenden Motiven, ist aber auch nicht ganz uneigennützig.
  • Im Vordergrund des Handlungsverlaufs der Geschichte, in diesem angenehm zu lesenden Roman, stehen dabei die Empfindungen des Jungen, der, obwohl er die neue Sprache und einige Gepflogenheiten des täglichen Miteinanders erlernt, sich niemals heimisch fühlt. Er wird begafft und vermessen, gezeichnet und vorgeführt. Er soll sagen wie sein neuer Name lautet und dass er an Gott glaubt. Für seine Geschichte interessiert sich dagegen niemand. Auch, dass er wie Jesus übers Wasser laufen will, behält er zunächst für sich.
  • Mankell versteht es die Empfindung des absolut Fremden und die genaue Wahrnehmung des Unbekannten aus der kindlichen Perspektive des aufgeweckten kleinen afrikanischen Jungen darzustellen. Gerade durch diese Perspektive wirkt die Geschichte lebendig und authentisch. Der Junge versucht mit großer Aufmerksamkeit sich in seine neue Umgebung, in die er sich entführt fühlt, hineinzuversetzen und diese zu verstehen. Letztlich sind es aber die innere Verbundenheit und die Sehnsucht nach seiner Heimat, die Erinnerung an seine Eltern und der Wunsch sich um die „rote Antilope" zu kümmern, die seine.

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 Die Wassermusik

Autor: T.C. Boyle Verlag: DTV

Inhalt/Beschreibung:

  • Unvergesslich!, 31. Mai 2004
  • Vorsicht: Dies ist ein Buch, das Sie so schnell nicht aus der Hand legen geschweige denn vergessen können! Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und sagen, dass dies eins der besten Bücher ist, das ich je gelesen habe!
  • TC Boyle ist hier ein Klassiker gelungen, der vor schillernden Figuren, liebevollen Details, haarsträubenden Wendungen und sowohl urkomischen als auch tragischen Geschehnissen nur so wimmelt.
  • Die Geschichte spielt Ende des 18. Jahrhunderts. Geschildert werden mehrere parallel laufende Handlungsstränge.
  • Im Mittelpunkt steht zum einen der junge, dynamische und furchtlose (wenn auch etwas naive) Engländer Mungo Park, dem der damals aufkommende Wissensdurst und Forscherdrang aus jeder Pore quillt und dessen Traum die Erforschung Afrikas, vor allem des Nils bis zu seiner südlichen Mündung ist.
  • Die zweite Hauptfigur besteht in Ned Rise, einem wahren (Über)Lebenskünstler, dessen Leben ein derartiges Auf und Ab ist, dass er selbst vom „Ned Rise Effekt" spricht: Wenn's gut läuft, wird bald irgend etwas furchtbar schief laufen! Und das tut es dann auch...
  • Die Lebenswege der beiden kreuzen sich schließlich bei einer Afrikaexpedition.
  • Dazu kommen unzählige faszinierende Nebencharaktere. So etwa Mungos Frau, die sowohl mit seiner ständigen Abwesenheit als auch einem obskuren Verehrer fertig werden muss, desweiteren Mungos treuer Diener, Freund und Lebensretter Johnson, ein „Wilder", der sich häufig als der zivilisierteste der gesamten Geschichte entpuppt, natürlich sein scheinbar unüberwindlicher Todfeind Dassoud, außerdem Neds große Liebe, das Mädchen Fanny, und viele weitere. Auch die Nebenfiguren werden oft durch kurze (oder auch längere) Einwürfe genauer vorgestellt und eingeführt, so dass die Geschichte unfassbar vielschichtig wird.
  • Die sprachliche Gestaltung sucht ihresgleichen. Die Schilderungen sowohl der Metropole London mit ihren stinkenden und schmutzigen Gassen und unglaublich ärmlichen Lebensbe-dingungen als auch der afrikanischen Landschaft ist derartig blumig, lebenstrotzend und anschaulich, dass man sich wirklich in die Szenerie hineinversetzt fühlt. Afrika erscheint hier alles andere als idyllisch, sondern gefährlich, wie eine lauernde, ungezähmte Bestie, die nur darauf wartet, den unbedarften Europäer, der sich der „Wildnis" überlegen glaubt, zu verschlingen.
  • Dazu kommt die Sprache der unterschiedlichen Akteure. TC Boyle lässt z.B. die primitive Sprache der armen Londoner Bevölkerung voll zum Tragen kommen („Das is'n Kleid aus Wollsateng!") Im englischen Original dürften diese Feinheiten natürlich noch deutlicher werden.
  • Ein übriges tut TC Boyles unfassbar trockener Humor, mit dem er lakonisch seine irrwitzigen Situationen würzt („Die Beduinen nahmen ihn gefangen und pflockten ihn auf einer Düne fest. Wo er dann starb.")
  • Die vielen Figuren und ihre Schicksale werden so eindringlich ausgebreitet, dass das Buch noch lange nachwirkt.
  • Ein unglaublich fesselndes Werk, das in keiner Sammlung fehlen sollte!

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 World's End

Autor: Henning Mankell Verlag: DTV

Inhalt/Beschreibung:

  • 'Zum Andenken an meinen eigenen verschwundenen Vater', 26. August 2001
  • Inneren Kontakt mit seinem eigenen Vater aufzunehmen, war sicher ein großer Antrieb, dieses Buch zu schreiben. Das zentrale Thema ist der von seinem Vater verlassene und durch diesen Verrat verunsicherte und aus der Bahn geworfene Sohn. T.C. Boyle, ein hervorragender, unterhaltsamer Erzähler, der hervorragend Spannung aufbauen kann, betrachtet dieselben Geschehnisse immer wieder aus den Augen verschiedener Akteure. Die Themen seiner zu verschiedenen Zeiten handelnden Geschichten sind dieselben. Die Menschen agieren in verschiedenen Jahrhunderten und es werden nicht nur die Farbe der Augen, sondern auch Verhaltensweisen und Todesarten vererbt.
  • Bei T.C. Boyle wird 'gesoffen, gekifft, gefickt und gekotzt'. Seine Art der Darstellung ist drastisch und befriedigt unsere hochschwellige Sensationsgier. Aber in all diesen actionreichen Szenen spürt man einen Schuss Ironie und das nimmt sogar den schrecklichsten Katastrophen ihren Schrecken. Man fühlt sich wohl und macht es sich bequem unter diesen skurilen, extremen Charakteren.
  • Im Buch scheitert der Versuch Entlastendes für seinen Vater zu finden. Vater und Sohn treffen sich zwar am Ende der Welt, näher kommen sie einander aber nicht. Dem Sohn gelingt es nicht sich von seinem Vater zu lösen. Die Wiederholung des Verrats bedeutet seinen eigenen Untergang. Ich finde das Ende desillusionierend und kraftraubend. T.C. Boyle läßt die Vorbestimmung siegen. Rache und Verweigerung behalten die Oberhand und man kann nur hoffen, dass das Faktum des geschriebenen

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 Schande

Autor: J.M. Coetzee Verlag: Fischer

Inhalt/Beschreibung:

  • Schande, 20. Februar 2005
  • Ein Literaturprofessor beginnt eine Affäre mit einer seiner Studentinnen, die Sache fliegt auf, er verliert seinen Job und zieht zu seiner Tochter aufs Land. Später werden Vater und Tochter überfallen, er wird mit Spiritus übergossen und erleidet Verbrennungen, sie wird vergewaltigt und schwanger. Soweit die vordergründige Geschichte. Diese dient als Folie, sie hilft wesentlich mehr zu transportieren, als nur sich selbst. Das Schicksal David Luries mag nicht pars pro toto stehen, dennoch erlaubt seine Geschichte, einen Teil der Geschichte eines Landes zu
  • Südafrika nach dem Ende der Apartheid. Die alten Strukturen sind außer Kraft und die neuen haben sich noch nicht etabliert, kurz und gut, nach diesem massivem gesellschaftlichem Umschwung ist das Land, und mit ihm die Menschen, auf der Suche. Jeder im Land wird genötigt sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, selbst wenn das bedeutet, sein ganzes bisheriges Leben infrage zu stellen. Eben das geschieht mit David Lurie.
  • Durch seine private Krise wird er aus seinem gewohnten Umfeld, dem abgeschlossenen Raum Universität, in die, wenn man so will, südafrikanische Realität gestoßen. Ein wenig orientierungslos beginnt er dennoch so gut wie möglich in seiner Welt weiter zu leben. Doch die Brüche sind greifbar, das Leben der Tochter passt so ganz und gar nicht zu dem was ihr Vater sich vorstellt.
  • Schließlich kommt es zur Katastrophe. Es scheit, als sei alles was vorher geschah lediglich ein Vorspiel zum entscheidenden Wendepunkt gewesen. Langsam und teilweise schmerzhaft erkennt Lurie, dass sich die Welt verändert hat. Schließlich trägt er seine Welt zu Grabe.
  • Coetzee hat einen Roman einer privaten, wie gesellschaftlichen Krise und Entwicklung geschrieben, dabei aber nicht vergessen, dass das Leben nicht im luftleeren stattfindet.
  • Ein wahrhaftiger Chronist der jüngeren südafrikanischen geschichte und ein Autor, der es versteht zu erzählen und seinen Figuren Leben einzuhauchen, obwohl sein Schreibstil oft sparsam und unterkühlt wirkt. Zu recht also der Nobelpreis für Coetzee im Jahre 2003, in der Begründung des Akademie heißt es: Coetzee „porträtiert die Teilhaftigkeit des Menschen an der Vielfalt des Daseins in oft überrumpelnder Weise". Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

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 Eiserne Zeit

Autor: J.M. Coetzee Verlag: Fischer

Inhalt/Beschreibung:

  • Zwei Gesichter Südafrikas, 14. Januar 2003
  • Coetzee dürfte der hier wohl populärste südafrikanische Schriftsteller sein. Seinen guten Ruf hat er sich mit dem hervorragenden Roman „Schande" auch redlich verdient. „Eiserne Zeit" kommt meiner Meinung nach nicht ganz an die Qualität seines bekanntesten Romans heran.

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 Leben und Zeit des Michael K.

Autor: J.M. Coetzee Verlag: Fischer

Inhalt/Beschreibung:

  • Kafkaeskes Werk des Nobelpreisträgers 2003, 7. Januar 2004
  • Als ich auf dem Buchrücken las: „Man muß schon auf Kafkas „Prozess"- oder „Schloß"-Parabeln zurückgehen, um einen Vergleich für diese intensive Darstellung der existentiellen Situation eines identitätslosen Menschen in einer fremden Umwelt zu finden.", habe ich an eine Übertreibung des Kritikers der Frankfurter Rundschau geglaubt. Aber es stimmt. Nicht nur aufgrund des Namens (K.) der Hauptfigur, sondern insbesondere durch den sehr charakteristischen Schreibstil drängen sich Vergleiche mit Kafka auf. Das Buch ist eine Mischung aus dem „Schloß" oder „Amerika" und Thomas Manns Roman „Der Erwählte". Zum Teil verändert sich die Welt um Michael K. in Sekunden (beispielsweise bezeichnet er einen Fremden, der ihm von seinem Kuchen abgibt, innerhalb Minuten als "seinen Freund"), andererseits vegetiert er über Monate in einem Erdloch, ohne nennenswerte Nahrung, ohne Kontakte, ohne erwähnenswerte Beschäftigung.
  • Nach dem Lesen von Coetzees "Schande" konnte ich mir noch kein Urteil bilden, ob er den Nobelpreis 2003 verdientermaßen erhielt (soweit ich überhaupt so anmaßend sein darf, dies zu beurteilen). Nach "Leben und Zeit des Michael K." bin ich persönlich sehr wohl der Meinung, daß nach Imre Kertecz zum zweitenmal hintereinander ein Autor völlig verdient diesen renommierten Preis erhalten hat. ich werde Coetzee weiterhin lesen.

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 Das Weissbuch Afrikas

Autor: Walter Michler Verlag: Dietz

Inhalt/Beschreibung:

  • Das wohl umfangreichste Buch über erfolgreiche und disaströse Entwicklungshilfe in Afrika

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 Verheissene Erde

Autor: James A. Michener Verlag: Knaur

Inhalt/Beschreibung:

  • Erzälerischer Abriß zur Geschichte des südl. Afrikas., 16. Februar 2000
  • Einfühlsam, interessant und anschaulich schildert A. Michener wie der südafrikanische Subkontinent - fast gleichzeitig - von schwarzen und weißen Einwanderern besiedelt und erobert wurde. Anhand mehrerer paralleler Handlungsstränge die das Leben und den Fortgang von einzelnen (Auswander-)Familien beschreiben, die repräsentativ für die vielschichtige Bevölkerung im südlichen Afrika stehen, zeichnet der Autor ein Gemälde Südafrikas, das eine Zeitspanne von ca. 35000 Jahren umfaßt. Der Leser erfährt auf unterhaltsame Weise die Hintergründe und Zusammenhänge, die zu den unterschiedlichen gesellschaftlichen und sozialen Verhältnissen, wie Rassentrennung (Apartheid), Armut, Gewalt aber auch Pioniergeist, Tatkraft und Gastfreundschaft in Südafrika führten.
  • Insgesamt ein äußerst lesenswertes und spannendes Buch - ein Muß für jeden Südafrikareisenden.

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